Gedankenblasen

Auf Englisch klingt es irgendwie schöner: „Mind bubbles“ habe ich schon einige Male bei Jo Whiley auf BBC Radio 2 gehört: All die großen und kleinen, langen und kurzen Gedanken, die einem in diesem Moment oder über den Tag hinweg im Kopf herumgehen.

Schon wieder Freitag. Wie schnell ist diese Woche vergangen!? Es kommt mir vor, als seien nur ein paar Stunden vergangen, als die schnelle Putzerei am Freitagnachmittag, die Hast zur Chorprobe, das Packen der letzten Sachen die Vorbereitung auf ein verlängertes Wochenende zuhause war.

Zeit. Kann man davon jemals genug haben? Ich glaube nicht. Meine Wochenenden werden mir zunehmend heiliger und wenn dann Termine anstehen, seien sie noch so schön, setzt mich das unter Stress. Ich brauche die Wochenenden für mich, für den Haushalt, für’s Kochen, für’s Denken, für meine zahlreichen Projekte.

A propos Projekte – die werden auch immer mehr. Allein, was ich alles gerne handarbeiten würde (ich brauche neue Hausschuhe, Socken will ich machen, ein Tuch ist in Arbeit, eine Strickjacke angeschlagen und eigentlich würde ich auch mal gerne wieder etwas sticken). Dann die digitalen Projekte, privat und im Ehrenamt. Und obendrauf meine Ansprüche, alles – also wirklich alles – hundertprozentig zu machen. Arbeit, Haushalt, Musik, Sport und dann auch noch Freizeit haben. Ein Buch lesen, einen Film schauen, Musik hören, Museumsbesuche, Verabredungen, Kino, Theater undwasweißich.

Ja, ich will das. Alles. Aber momentan weiß ich nicht immer, wo ich eigentlich anfangen soll. Bekomme den Hintern nicht hoch. Prioritäten setzen fällt mir schwer, bzw. landet mein privates Vergnügen immer ganz hinten.

Balance. Die fehlt im Moment. Und Sonne, die fehlt auch. Frühling. Von diesem ewigen Wind und Regen bin ich mittlerweile nämlich genauso genervt wie von mir und meinen eigenen Ansprüchen.

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