(Kein) Fahrradwetter

„Na, das ist heute aber kein Fahrradwetter.“ Sagte heute ein Mann zu mir, der in seinem (vermutlich) trockenen Auto aus der Tiefgarage herausfuhr, während ich im Regen und natürlich mit dem Fahrrad darauf wartete, dass das Tor der danebenliegenden Tiefgarage öffnete.

‚Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung‘, sagt man doch so schön. Stimmt natürlich auf der einen Seite, aber auf der anderen: Doch. Es gibt schlechtes Wetter. Dauerregen (plus Wind) seit drei Tagen ist für mich schlechtes Wetter. Die Tatsache, dass es ganz feiner Regen ist macht es nicht besser. Der sieht von drinnen aus dem Fenster betrachtet aus, als täte er nix, setzt sich dann aber in lauter einzelnen Tröpfchen auf die Brille und durchnässt einen in Nullkommanix.

„Bei mir ist immer Fahrradwetter“, habe ich dem Mann geantwortet und auf sein „Wirklich?“ noch heftig mit dem Kopf genickt, ehe ich mein Fahrrad dann in die Trockenheit schob. Regenhose und ein (endlich wirklich) regenfester Mantel (zum Glück) machen es möglich. Am nassesten werde ich, seit ich wieder mit Helm unterwegs bin, tatsächlich auf dem Kopf – denn der Helm hat „Löcher“, macht es aber gleichzeitig unmöglich die Kapuze aufzusetzen. Weil ich kein Freund von Mützen bin (ich habe nichtmal eine zuhause) und die im Sommer sowieso unnütz sind, werde ich mir wohl noch so einen „schicken“ Überzieher für den Helm besorgen müssen. Dann sehe ich hoffentlich nicht mehr ganz so häufig aus wie ein begossener Pudel.

Das Wetter hatte dann übrigens noch ein Einsehen: Auf meiner vierten Fahrt heute, nach Feierabend auf dem Weg nach Hause, war es trocken und sogar die Sonne schien. Ich bezweifle allerdings, dass das schon das endgültige Ende des Regens war.

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