Monatsrückschau – Februar

Der Februar war auf eine spezielle Art und Weise ziemlich produktiv. Ich war in der ersten Monatshälfte sehr gefordert – da blieb keine Zeit zum Prokrastinieren, ja kaum zum Priorisieren, sondern ich habe abgearbeitet und „gewuppt“, was da kam. Das mag ich eigentlich ja sehr. In der zweiten Monatshälfte war es wieder etwas entspannter, aber immer noch herausfordernd.

Leben
Insgesamt war der Februar in jeglicher Hinsicht intensiv, voll und herausfordernd: Im Job stand viel an, verschiedene Projekte in verschiedenen Stadien, die gut betreut, begleitet, gestartet und beendet werden wollten. Und dann war ich noch über meinen eigentlichen Arbeitsbereich hinaus gefordert – und das war auch total in Ordnung, auch wenn es seinen Teil zu der Gesamtsituation natürlich beigetragen hat. Ich habe es gern gemacht und ich weiß auch, dass ich mich genauso auf andere verlassen könnte, wie ich hoffe, dass man sich in dieser Situation auf mich verlassen konnte.

Und neben dem im Kern Dienstlichen ist gerade einiges los – mehr in’s Detail gehe ich hier nicht. Aber wie ich vor kurzem schon geschrieben hatte – mir ist noch mal viel klarer geworden, gerade durch die besonderen Situationen und Herausforderungen aktuell, wie sehr ich mich in diesem Job wohlfühle. Ich mag die Menschen, mit denen ich arbeite, sehr, das hilft natürlich auch, bei allem.

Neben dem Beruflichen blieb dann gar nicht so viel Zeit für anderes. Nachdem ich im Januar noch mit dem Sport ausgesetzt hatte, um meinem Körper und meinem Immunsystem die Chance zu geben, wieder in die Spur zu kommen, hätte ich, rein physisch gesehen, im Februar wieder starten können – da scheiterte es dann eben an der Zeit.

Die freitägliche Chorprobe, auf die ich eigentlich ja nichts kommen lasse, musste leider auch zwei Mal ausfallen, aber aus anderen Gründen: Einmal war ich nach langem Arbeitstag mit abschließender Kundgebung zu müde und zu durchgefroren, einmal quasi auf dem Weg nach Hamburg.

Mitte Februar haben wir nämlich als ganze Familie (plus Anhang) das Geburtstagsgeschenk meines Vaters in die Tat umgesetzt: Hafenrundfahrt und abendlicher Besuch im Miniaturwunderland in Hamburg inklusive
Übernachtung. Das war sehr, sehr schön – trotz „typisch norddeutschem“ – soll heißen: Regen – Wetter: Ganz wertvolle Zeit mit der Familie, die ich persönlich der auch grad sehr gut gebrauchen konnte.

Außerdem ein paar Socken für die Oma fertiggestellt und überbracht bzw. überbringen lassen – darüber hat sich die Oma sehr gefreut und darüber wiederum dann ich. große Freude. Von meiner Oma habe ich stricken gelernt und sie strickt auch immer noch fleißig – Socken, Stulpen, Babypullis und -mützen und -schuhe – aber quasi nie für sich selbst. Also habe ich das mal wieder (ganz wörtlich) in die Hand genommen. Ich mag sehr, dass dieses Hobby uns verbindet (auch wenn die Oma viel fleißiger und produktiver ist als ich).

Gelesen
„The Keeper of Stories“ von Sally Page war ein Geburtstagsgeschenk, das ich gern gelesen habe. Die Story von Janice, die als Putzfrau die Geschichten anderer Menschen sammelt und aber selbst natürlich auch eine mit sich herumträgt, war jetzt nicht wahnsinnig einfallsreich oder überraschend, aber die Autorin hat einige sehr interessante Charaktere erschaffen, über die ich gern noch mehr erfahren hätte. Außerdem wird ein Café in Cambridge namentlich erwähnt, von dem ich glaube, dort vor eineinhalb Jahren gesessen und Tee getrunken zu haben.

 

 

 

 

 

Dann habe ich im Januar bei Thalia ein Buch mitgenommen, nur wegen des Titels (und weil es stark reduziert war): „Hannahs Geheimnis“ von Jan Eliasberg. Es erzählt die Geschichte einer (fiktiven) jüdischen Physikerin, die an der Entdeckung bzw. Entwicklung der nuklearen Kettenreaktion und später der Atombombe mitwirkt. Angelehnt ist die Geschichte an die reale Physikerin Lise Meitner, von der ich bis dato noch nie gehört hatte. An dem Buch hat mir ganz besonders die Sprache gefallen – von meinem Grundsatz, keine Übersetzungen von im Original englischen Büchern mehr zu lesen, war ich hier abgewichen (wegen Titel und Preis, siehe oben), und war sehr positiv überrascht: Die Sprache ist recht klar und gradlinig, ohne übertriebene Bilder oder andere Ausschmückungen, aber schafft es trotzdem (oder deswegen), spannende Charaktere zu zeichnen und Bilder im Kopf zu erzeugen. Mochte ich sehr – und ein spannendes, gut recherchiertes Thema war es zudem.

Gesehen
Ich hatte „Fellow Travellers“ versucht, bin da aber – trotz Jonathan Bailey – nicht wirklich reingekommen. Also weiter „Death In Paradise“ – einfach jeden Abend eine Folge. Da muss ich nicht nachdenken, was ich denn heute sehen will und dann auch beim Inhalt nicht wer weiß wie aufpassen. Nette, aber nicht zu flache Berieselung, genau das richtige nach langen Arbeitstagen. Außerdem den Dortmunder Tatort, auch wenn der enttäuschend wenig Dortmund enthielt.

Gegessen
Baked Beans-Pfanne mit Kartoffeln – nach langer Zeit mal wieder und im dritten Anlauf: Erst fehlten die Bohnen, obwohl ich sicher gewesen war, noch eine Dose im Schrank gesehen zu haben, dann hatten sich die Kartoffeln weniger gut gehalten als erwartet. Und viel, viel Kuchen – ich hatte über weite Teile des Februars ein großes, schier unstillbares Kuchen-Bedürfnis und keine Kapazitäten, es zu unterdrücken bzw. zu ignorieren. Die Bäcker in Bochum dürfte es gefreut haben – und auch mein Tiefkühlschrank ist jetzt etwas erleichtert. (Eigentlich auch die perfekte Vorbereitung, den mal wieder abzutauen, aber eigentlich mache ich das bei Minusgraden draußen. Die sind in nächster Zeit und wahrscheinlich jetzt für die nächsten Monate eher unwahrscheinlich.)

 

Ausblick
Ende Februar blühen schon alle Narzissen im Hof, die Hortensien und die Rosen haben so sehr ausgetrieben, dass ich sie kaum noch zurückschneiden kann. Der Frühling steht (viel zu früh) vor der Tür. Der März wird zumindest bis zu den Osterferien auch bunt und voll und bestimmt sehr schön – der Kalender ist jedenfalls dicht gespickt mit lauter interessanten und schönen Terminen und Ereignissen.